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HOMO EMPATICUS

22. Oktober 2017

BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD:
HOMO EMPATICUSDEUTSCHES NATIONALTHEATER WEIMAR

Premiere am 08. April 2018
von Rebekka Kricheldorf

Regie: Angelika Andrzejewski
Bühnen- und Kostümbild: Alexander Grüner
Dramaturgie: Lisa Evers

Ein Inszenierungsprojekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar

Rebekka Kricheldorf schreibt mit »Homo Empathicus« eine Parodie auf eine scheinbar perfekte Gesellschaft. Studierendes, Dozierendes, Heilendes, Geschäftsmensch 1, 2 und 3 sowie Länger- wie Kürzerlebendes, so einige der Rollenbezeichnungen im Stück, leben friedlich und gleichberechtigt zusammen. Alle, ob Hygiene­spezialisiertes oder Ernährendes versammeln sich hierarchiefrei im Yogakurs und es wird ständig wortgewandt und höflich dies und das debattiert, akzeptiert und abgenickt. Die Menschen in dieser Welt dürfen keine negativen Gefühle zum Ausdruck bringen, sogar der Tod wird in einen Euphemismus sprachlich verpackt. Politisch korrekt leben Kricheldorfs Figuren von klarem Wasser und Quinoaquiche und fühlen sich gut dabei. Bis schließlich eine Theateraufführung einen Gewalt­exzess provoziert. Die zivilisierte, gebildete, zwangsbefriedete Gesellschaft gerät aus dem Gleichgewicht.

»Eine Weltkarte, in der das Land Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick, denn sie lässt die eine Küste aus, wo die Menschheit ewig landen wird. Und wenn die Menschheit da angelangt ist, hält sie Umschau nach einem besseren Land und richtet ihre Segel dahin. Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien.«, sagte Oskar Wilde 1891.

Angelika Andrzejewski, Theaterpädagogin und neue Leiterin des Jungen DNT lädt junge Menschen, die gern Theater spielen wollen, ein, Möglichkeiten und Grenzen unseres Zusammenlebens zu untersuchen und über Utopien nachzudenken.

 

(Text: DNT)